Netzhauterkrankungen: Symptome, Diagnose und Behandlung
Die Netzhaut spielt eine entscheidende Rolle für unser Sehvermögen. Erkrankungen wie Netzhautablösung oder diabetische Retinopathie können schwerwiegende Folgen haben. Dr. Ghanem, Facharzt für Augenheilkunde und Augenchirurgie, bietet umfassende Diagnostik und chirurgische Behandlung von Netzhauterkrankungen an.
Netzhautablösung: Symptome erkennen
Eine Netzhautablösung ist ein ernst zu nehmendes Krankheitsbild. Typische Symptome sind:
Plötzliches Auftreten von Lichtblitzen
Zunahme von Glaskörpertrübungen («Russregen»)
Sehverschlechterung oder Gesichtsfeldausfälle
Bei diesen Anzeichen ist schnelles Handeln erforderlich, um das Sehvermögen zu erhalten.
Diabetische Retinopathie: Eine häufige Komplikation
Die diabetische Retinopathie ist eine häufige Folgeerkrankung bei Diabetes mellitus. Sie entwickelt sich oft schleichend und kann unbehandelt zur Erblindung führen. Regelmässige, in der Regel jährliche Augenkontrollen sind für Diabetiker besonders wichtig.
Moderne Behandlungsmethoden
Als vitreoretinaler Chirurg setzt Dr. Ghanem auf modernste Techniken der Netzhaut- und Glaskörperchirurgie.
Je nach Erkrankung kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz:
Vitrektomie bei Makulaloch oder epiretinaler Membran
Laserbehandlung bei diabetischer Retinopathie
Operative Eingriffe wie Vitrektomie, Kryotherapie, pneumatische Retinopexie (oder Buckelchirurgie) bei Netzhautablösung
Frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend für den Erhalt der Sehkraft. Vereinbaren Sie bei Verdacht auf eine Netzhauterkrankung zeitnah einen Termin in unserer Praxis.
Netzhauterkrankungen: Makulaloch und Netzhautablösung
Erkrankungen der Netzhaut wie ein Makulaloch oder eine Netzhautablösung erfordern eine rasche und sorgfältige augenärztliche Abklärung. Hier erfahren Sie, wie sich ein Makulaloch entwickelt, welche Risikofaktoren eine Netzhautablösung begünstigen, welche Warnsignale Sie ernst nehmen sollten und wie die Nachsorge nach einer Behandlung aussieht.
-
Ein Makulaloch entsteht, wenn sich im Bereich der Makula, dem Ort des schärfsten Sehens, ein kleiner Defekt in der Netzhaut bildet. Ursächlich ist meist eine altersbedingte Veränderung des Glaskörpers, der sich im Laufe des Lebens von der Netzhaut löst und dabei Zugkräfte auf die empfindliche Makula ausübt. Betroffene bemerken häufig zunächst eine Verzerrung gerader Linien, sogenannte Metamorphopsien, sowie einen zunehmend verschwommenen oder eingeschränkten zentralen Sehbereich, während das periphere Sehvermögen meist unbeeinträchtigt bleibt.
Da sich ein Makulaloch im Verlauf vergrössern kann, ist eine zeitnahe augenärztliche Abklärung ratsam, um den optimalen Behandlungszeitpunkt nicht zu verpassen.
-
Verschiedene Faktoren erhöhen das Risiko, im Laufe des Lebens eine Netzhautablösung zu erleiden. Dazu zählen vor allem eine stark ausgeprägte Kurzsichtigkeit, da sich bei ihr der Glaskörper häufiger frühzeitig von der Netzhaut löst, sowie vorangegangene Augenoperationen, etwa eine Grauer-Star-Operation. Auch stumpfe oder scharfe Verletzungen des Auges sowie eine familiäre Vorbelastung können das Risiko erhöhen.
Da eine Netzhautablösung unbehandelt innerhalb weniger Tage zu einem dauerhaften Sehverlust führen kann, zählt sie zu den augenärztlichen Notfällen. Wer plötzlich Lichtblitze, Punkte wie einen Russregen oder einen dunklen Schatten im Sichtfeld bemerkt, sollte deshalb umgehend eine augenärztliche Abklärung aufsuchen, da eine rechtzeitige Behandlung massgeblich über den Erhalt der Sehkraft entscheidet.
-
Nach einer operativen Behandlung von Makulaloch oder Netzhautablösung ist eine sorgfältige Nachsorge entscheidend für den langfristigen Erfolg der Behandlung. Je nach angewendetem Verfahren kann es notwendig sein, für einige Tage eine bestimmte Kopfhaltung einzunehmen, damit sich eine eingesetzte Gasblase optimal an die betroffene Stelle der Netzhaut anlegt.
In den ersten Wochen nach dem Eingriff finden zudem engmaschige Kontrolluntersuchungen statt, um den Heilungsverlauf zu überwachen und frühzeitig auf mögliche Komplikationen reagieren zu können. Wie gut sich das Sehvermögen erholt, hängt massgeblich davon ab, wie schnell die Behandlung erfolgt ist und wie stark die Netzhaut vor dem Eingriff bereits beeinträchtigt war.
-
Eine Netzhautablösung äussert sich häufig zunächst durch plötzlich auftretende Lichtblitze, die auch bei geschlossenen Augen wahrgenommen werden können. Ein weiteres frühes Warnsignal ist eine Zunahme von Glaskörpertrübungen, im Volksmund als Russregen bezeichnet, die als schwarze Punkte oder Fäden im Sichtfeld erscheinen.
Tritt zusätzlich ein sich ausbreitender, schattenartiger Bereich im Gesichtsfeld auf, deutet dies auf eine bereits fortschreitende Ablösung hin und macht eine umgehende augenärztliche Abklärung erforderlich. Diese Symptome können einzeln oder in Kombination auftreten und unterscheiden sich in ihrer Dringlichkeit: Vereinzelte Lichtblitze ohne weitere Veränderungen erfordern eine rasche Abklärung, ein neu aufgetretener Schatten hingegen gilt als akutes Warnsignal.
-
Zu den wesentlichen Risikofaktoren zählen eine stark ausgeprägte Kurzsichtigkeit, da sich bei ihr der Glaskörper häufiger frühzeitig von der Netzhaut löst, sowie vorangegangene Augenoperationen und Verletzungen des Auges.
Auch eine familiäre Vorbelastung erhöht das Risiko. Da eine unbehandelte Netzhautablösung innerhalb weniger Tage zu einem dauerhaften Sehverlust führen kann, zählt sie zu den augenärztlichen Notfällen, die keinen Aufschub dulden. Auch eine bereits durchgeführte Grauer-Star-Operation am betroffenen Auge zählt zu den begünstigenden Faktoren. Menschen über 50 Jahren sind aufgrund der natürlichen Glaskörperveränderung insgesamt häufiger betroffen als jüngere Personen.
-
Je nach Ausdehnung und Ursache der Ablösung kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz, darunter die Vitrektomie, die Buckelchirurgie, die Kryotherapie zur Verödung von Netzhautrissen oder die pneumatische Retinopexie mittels Gasblase. Nach dem Eingriff sind engmaschige Kontrolluntersuchungen notwendig, um den Heilungsverlauf zu überwachen. Wie weit sich das Sehvermögen erholt, hängt wesentlich davon ab, wie rasch die Behandlung nach dem Auftreten der ersten Symptome erfolgt ist. Welches Verfahren zum Einsatz kommt, hängt von Lage und Ausdehnung der Ablösung ab.
Eine vollständige Wiederherstellung der ursprünglichen Sehschärfe ist nicht in jedem Fall möglich, insbesondere wenn bereits die Makula betroffen war. Eine frühzeitige Vorstellung bei den ersten Warnzeichen erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Netzhaut noch vor einer Beteiligung der Makula behandelt werden kann.